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Chemie

Kapitel 04 - Säuren und Basen

Wir werden uns bei diesem Kapitel mit folgenden Themen befassen, die alle nachstehend näher erläutert werden:

 

a) Indikatoren

b) Der pH-Wert

c) Säuren ganauer betrachtet

d) Basen genauer betrachtet

e) Neutralisationsreaktionen (wenn Säuren mit Basen gemischt werden)

f) Salze (entstehen unter anderem bei Neutralisationsreaktionen)

a) Indikatoren (S. 46)

Indikatoren zeigen durch Farbumschlag an, ob eine Flüssigkeit sauer, basisch oder neutral (Wasser) ist.
Indikatoren zeigen durch Farbumschlag an, ob eine Flüssigkeit sauer, basisch oder neutral (Wasser) ist.

Fragen:

Warum kostet man Säuren nicht?

Wie kann man Säuren trotzdem nachweisen?

Arten von Indikatoren?

Wie zeigt ein Universalindikatoreine Säure an?

Wie zeigt ein Universalindikator eine Base an?

Wie zeigt ein Universalindikator Wasser an?

Woraus gewinnt man Indikatoren?

 

Antworten (Finde die richtige Antwort zur jeweiligen Frage!)

Durch Farbumschlag (grün)

Indikatorpapier, flüssige Indikatoren

Oft aus Pflanzen   (z.B. Rotkrautsaft)
Durch Farbumschlag (lila)

Durch Indikatoren

Gefahr von Verätzungen
Durch Farbumschlag (rot)

 

Frage: Was ist ein Indikator?

Antwort: Ein pH-Indikator ist ein Farbstoff, der durch eine Farbänderung anzeigen kann, ob eine wässrige Lösung sauer oder basisch reagiert.

 

Hier findest du weitere Informationen zum Thema Indikatoren!

b) Der pH-Wert (S. 48)

pH = Abkürzung für potentia hydrogenii (lat.: Stärke des Wasserstoffs). Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl für den Säuregrad einer Flüssigkeit. - - - Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14
pH = Abkürzung für potentia hydrogenii (lat.: Stärke des Wasserstoffs). Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl für den Säuregrad einer Flüssigkeit. - - - Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14

Fragen:

Was gibt der pH-Wert an?

Wie kann man den pH-Wert messen?

Wie gibt man den pH-Wert an?

Wie ist die pH-Wert-Skala aufgebaut? (siehe Bild)
Nenne einige Beispiele für Stoffe mit einem bestimmten pH-Wert! (siehe Bild)

 

Antworten (Finde die richtige Antwort zur jeweiligen Frage!)

Durch Farbumschlag in der Indikatorflüssigkeit (bzw. Indikatorpapier), oder mit einem elektronischen pH-Wert-Messgerät

Der pH-Wert gibt an, wie stark eine Säure oder eine Base ist (oder ob es sich um eine neutrale Flüssigkeit [Wasser] handelt)!

Durch einen Zahlenwert zwischen 0 und 14

 

Hier findest du weitere Informationen zum Thema pH-Wert. Auch elektronische Messgeräte und die genaue Berechnung des pH-Wertes werden dort erklärt.

c) Säuren (ab S. 50)

Sulfuric acid = Schwefelsäure - sie gehört zu den starken Säuren
Sulfuric acid = Schwefelsäure - sie gehört zu den starken Säuren

 

 

Achtung! Säuren und Basen können sehr gefährliche Verätzungen verursachen!

Gefahrenzeichen: (C = „corrosive“ [engl. „zerstörend“])

 

1. Herstellung von Säuren

Säuren bilden sich aus Nichtmetalloxiden und Wasser!

 

Versuch: Standzylinder mit Wasser und Indikatorlösung (Farbe im Wasser: grün)

Schwefel verbrennen, entstandene Gase ins Wasser schütteln

Indikator verfärbt sich rot à Nachweis einer Säure

 

Was ist passiert?

1) Verbrennung

Schwefel   + Sauerstoff  reagiert zu   Schwefeldioxid

       S       +         O2                 à                 SO2      

2) Schütteln

Schwefeldioxid + Wasser reagiert zu Schwefeliger Säure

             SO2           +     H2O       à               H2SO3      

 

 

2. Welche Säuren gibt es?

Die 3 starken Säuren (Name und Summenformel musst du AUSWENDIG wissen!):          

Salzsäure            HCl

Schwefelsäure H2SO4  

Salpetersäure   HNO3

 

Weitere Säuren sind beispielsweise:

Zitronensäure (CH3)2COH(COOH)3

Ameisensäure HCOOH

Weinsäure (COH)2(COOH)2

Kohlensäure H2CO3

Essigsäure CH3COOH

Folsäure C19H19N7O6

Flusssäure HF

 

 

 

3. Was macht die Säure sauer?

Säuren bilden in Wasser H+-Ionen. (Basen bilden OH--Ionen.)

(Wiederholung: Ionen sind negativ oder positiv geladene Atome, weil sie zu viele oder zu wenige e- haben.)

Je mehr H+-Ionen eine Säure in Wasser bilden kann, desto stärker ist sie!

 

 

 

4. Eigenschaften von Säuren

Säuren schmecken sauer!

Säuren bewirken einen Farbumschlag bei Indikatoren.

Säuren leiten den elektrischen Strom (denn sie enthalten Ionen).

Manche Säuren lösen Kalkstein auf, dabei wird CO2 frei.

Versuch:             Salzsäure + Kalkstein à Calziumchlorid + Wasser + Kohlenstoffdioxid

                                 2HCl       + CaCO3   à       CaCl2                  +   H2O   +      CO2

Säuren zersetzen organische Substanzen

Versuch1:           H2SO4 + Leberkäse

Versuch2:           H2SO4 + Küchenrolle

Versuch3:           H2SO4 + Zucker

Säuren reagieren mit unedlen Metallen (z.B. mit Magnesium) unter Bildung von Wasserstoff.

Versuch:             Salzsäure + Magnesium à Magnesiumchlorid + Wasserstoff
                                 2HCl     +     Mg          
à         MgCl2           +         H2
Konzentrierte Säuren wirken desinfizierend, sie töten Bakterien ab.

In Säuren befinden sich H3O+ Ionen. Dies entsteht durch Anlagerung eines H+ Ions an ein Wassermolekül.

 

 

 

5. Beispiele für den Einsatz von Säuren

a) Als Nahrungsmittel - Im Lebensmittelbereich

Essig als Konservierungsmittel (Beispiel: Essiggurkerl)

Getränke können unter anderem enthalten: Kohlensäure, Weinsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Phosphorsäure (Coca-Cola)

Ascorbinsäure ist reines Vitamin C

In Margarine findet man ungesättigte Fettsäuren

Im Magen ist verdünnte Salzsäure enthalten, die beim Verdauen hilft.

b) Zuhause - Im Haushalt
Essig(säure) als Kalklöser (verkalkte Sieberl beim Wasserhahn, Kaffeemaschine (Achtung: Keine Kaffeeautomaten!), usw.)

Kalkentferner (Sprühflaschen) fürs Bad (oft künstlich hergestellte Ameisensäure oder Borsäure)

Verdünnte Schwefelsäure in der Autobatterie (Achtung beim Tragen der alten Batterie: Kleidung wird zerfressen!!!)

c) In der Industrie

Da Säuren Metalle angreifen, verwendet man sie zum Ätzen von Metallen (z.B.: Elektronik: Platinenherstellung).

Säuren befinden sich in manchen Spezialreinigern (z.B. Zemententferner)

In der Industrie werden Säuren für viele verschiedene Zwecke verwendet.
(z. B. Herstellung von Gold, Aluminium, Düngemitteln, Sprengstoffen, …) 

 

 

 

6. Die drei starken Säuren näher betrachtet (S. 50)

Wiederholung: Die drei starken Säuren sind:

1. Schwefelsäure            H2SO4

2. Salzsäure                      HCl

3. Salpetersäure              HNO3

 

 

1. Schwefelsäure

Summenformel:              H2SO4  

Name der Salze:           Sulfate (Siehe Seite 55/Ü13 - Tabelle)

Maximale Konzentration: ca. 96%

 

Eigenschaften:

Ölige, farblose Flüssigkeit,

schwerer als Wasser (Dichte 1,84kg/dm3)

stark hygroskop (entzieht der Luft und anderen Stoffen Wasser)

zerstört unedle Metalle
verkohlt organische Stoffe (Holz, Zucker, ...)

 

Verwendung:

In der Autobatterie befindet sich verdünnte Schwefelsäure

Zur Düngemittelherstellung, Sprengstoffherstellung, Waschmittelherstellung, Farbstoffherstellung

Bei der Erdölverarbeitung

 

Weiteres:

Meisthergestellte Säure (über 100 Millionen Tonnen/Jahr weltweit = 100 Milliarden kg/Jahr).
Schwefelsäure reagiert beim Verdünnen sehr heftig mit Wasser und erhitzt sich dabei. Daher: Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure.

Schwefelsäure wird als Ursache für „sauren Regen“ bezeichnet.

 

Herstellung:

Im „Kontaktverfahren“ (= Kontakt mit einem Katalysator) in drei Schritten:
Schwefel   + Sauerstoff   reagiert zu  Schwefeldioxid
       S       +         O2                 à                 SO2      

Schwefeldioxid   + Sauerstoff   [Katalysator]   Schwefeltrioxid
       SO2       +         ½ O2                    à                 SO3    

Schwefeltrioxid + Wasser reagiert zu   Schwefeläure
             SO3           +     H2O        à               H2SO4      

 

 

 

2. Salzsäure

Summenformel:              HCl

Name der Salze:           Chloride (Siehe Seite 55/Ü13 - Tabelle)

Weitere Namen:             Hydrogenchlorid, Chlorwasserstoff(gas)

Maximale Konzentration:           ca. 30-33%, („rauchend“: 37%)

 

Eigenschaften:

Farblose, stechend riechende Flüssigkeit,

löst viele Metalle, löst Kalkstein

 

Verwendung:

Herstellung von Bodenbelägen (PVC)

Zur Metallätzung

Manche Reinigungsmittel (auch für Metalle) enthalten Salzsäure (z. B. Reinigung von Kalk- und Zementrückständen auf Fliesen)

Magensäure (0,5%ige Salzsäure)

 

Weiteres

Beim Verbrennen mancher Kunststoffe entsteht Chlorwasserstoff als schädliches Abgas. Müllverbrennungsanlagen müssen daher mit „Säurewäschern“ ausgestattet werden, um den Chlorwasserstoff aus dem Abgas zu entfernen.

 

Herstellung:

technisch aus Chlorgas und Wasserstoffgas!

Wasserstoff   + Chlor   reagiert zu   Chlorwasserstoff
         H2         +     Cl2             à                 2HCl

Früher aus Kochsalz + Schwefelsäure
Versuch:             Kochsalz + Schwefeläure reagiert zu Chlorwasserstoffgas + Natriumsulfat
                              2NaCl   +     H2SO4               à                       2HCl                 +   Na2SO4

3. Salpetersäure

Summenformel:              HNO3  

Name der Salze:           Nitrate (Siehe Seite 55/Ü13 - Tabelle)

Maximale Konzentration:           ca. 65% („rauchend“: 99%)

 

Eigenschaften:

farblos bis gelblich

greift die meisten Metalle an

Alle Stoffe, die Eiweiß enthalten (Haare, Federn, Fell, Fleisch, ...) färben sich mit konzentrierter Salpetersäure gelb. (Xanthoproteinreaktion)

zersetzt organische Substanzen

 

Verwendung:

hauptsächl. Düngemittelherstellung (75%)

Sprengstoffherstellung („Nitroglyzerin“)

Medikamentenherstellung, Farbstoffherstellung, Kunststoffherstellung

 

Weiteres

In Linz werden in der BorealisAgrolinzMelamine GmbH (1939 als „Stickstoffwerke“ gegründet, 1973 in „Chemie Linz AG“ umbenannt) im Jahr 250.000 Tonnen Salpetersäure hergestellt, die zu 1,2 Millionen Tonnen Dünger weiterverarbeitet werden.

Eine Mischung aus konzentrierter Salzsäure und konzentrierter Salpetersäure löst sogar Gold und Platin („Königswasser“)

Konzentrierte Salpetersäure entwickelt mit vielen Substanzen die giftigen Stickstoffoxide. (=gefährliche Atemgifte!!)

 

Herstellung:

Verbrennung von NH3 an einem Platinkatalysator ODER : Stickstoffdioxid + Sauerstoff + Wasser

 

 

d) Basen (Buch S. 52)

Laugengebäck erhält seinen typischen Geschmack durch das Bestreichen mit verdünnter NaOH vor dem Backen
Laugengebäck erhält seinen typischen Geschmack durch das Bestreichen mit verdünnter NaOH vor dem Backen

1. Was sind Basen?

Basen werden umgangssprachlich oft „Laugen“ genannt. Worte wie „Waschlauge“ oder „Laugenstangerl“ weisen auf Basen hin. Laugen werden oft zur Reinigung verwendet. Auch Seifenwasser ist eine Base.

 

2. Eigenschaften von Basen

Basen fühlen sich „seifig“ an.

Basen verändern die Farbe von Indikatoren.

Basen leiten den elektrischen Strom.

Basen sind ätzend. Sie haben auf organische Stoffe zerstörende Wirkung.

In jeder Base stecken Hydroxid-Ionen Hydro = Wasserstoff, Oxid = Sauerstoff; Hydroxid = O+H, man schreibt OH. Die „OH-Gruppe“ ist für das typische chemische Verhalten von Basen verantwortlich.

 

3. Allgemeine Anwendungen

Basen werden als Reiniger (z. B. Abflussreiniger) verwendet.

Basen bilden aus Ölen und Fetten Seifen und Glycerin.

 

4. Herstellung

Basen entstehen aus Metalloxiden + Wasser!

Basen entstehen auch, wenn leichte und reaktionsfähige Metalle (wie z. B. Natrium oder Calcium) mit Wasser reagieren.

Natrium + Wasser à   Natriumhydroxid   + Wasserstoff
Na       +      H2O     à       NaOH                  +     ½ H2  

(Würde man das Wasser verdampfen, so würde ein weißer, kristalliner (salzartiger) Stoff zurückbleiben: Natriumhydroxid.)

 

5. Wichtige Basen (S. 52) (Name und Summenformel musst du AUSWENDIG wissen!)

1. Natriumhydroxid (Natronlauge) NaOH

Auf Laugengebäck wird vor dem Backen verdünnte Natronlauge aufgebracht.

Konzentrierte Natronlauge wird als Abflussreiniger verwendet, da es organische Stoffe wie Haare zersetzt.

NaOH wird zur Herstellung von Seifen, in der Papier- und Textilindustrie (Cellulosefasern) und zur Gewinnung von Aluminium aus Bauxit eingesetzt.

 

2. Ammoniumhydroxid (Ammoniak, Salmiakgeist) NH3 (gasförmig) bzw. NH4OH (flüssig)

Stechend riechendes Gas!

In Fensterputzmitteln wie Ajax (“mit bewährter Ammoniakformel”)

In Haarfärbepackungen (Werbung: “Jetzt Ammoniakfrei”)

Zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen nutzt man ebenfalls Ammoniak.

Die Gewinnung von Ammoniak aus den Elementen Wassetoff und Stickstoff gelang den beiden deutschen Chemikern Fritz Haber und Carl Bosch um das Jahr 1900 (Haber-Bosch-Verfahren)

 

3. Calciumhydroxid (Löschkalk, Kalklauge) Ca(OH)2

Zur Herstellung von Kalkmörtel benötigt man Calziumhydroxid.

 

4. Kaliumhydroxid (Kalilauge)   KOH

 

6. Wirkung von Basen auf den menschlichen Körper

Im Gegensatz zu Säuren, die die Haut schnell verätzen (fühlbares Brennen auf der Haut), zersetzen Basen die Hautzellen ohne ein unangenehmes Gefühl zu erzeugen. Die Hautzellen werden zersetzt, fühlen sich schmierig an und in weiterer Folge lösen sich die Hautschichten ab. Meist merkt man erst zu spät, dass die Haut zu viel basischen Substanzen ausgesetzt war. Basen sind also gewissermaßen gefährlicher als Säuren, weil man ihre Gefahr nicht sofort erkennt.

 

7. Gefahren

Basen werden in jedem Haushalt in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Grundsätzlich sollte man sie sparsam anwenden, da sie die Umwelt und die Gesundheit gefährden können.

Basen greifen alle Körperzellen an, besonders gefährdet ist die Hornhaut der Augen. Basenspritzer können zur Erblindung führen. (z. B. Putzmittelspritzer, aber auch auf Baustellen, wenn Kalk verarbeitet wird.) Abhilfe: Augen sofort mit viel Wasser ausspülen. Bleibt ein brennendes Gefühl, Augenarzt sofort aufsuchen!!! (Die Aufschrift auf den meisten Reinigungsmitteln „Bei Kontakt mit den Augen sofort mit viel Wasser ausspülen“ deutet auf eine Base hin!).

 

8. Der Säureschutzmantel der Haut

Die Haut wird von einer Schutzschicht (aus Fetten, schützendem Schweiß und anderen Substanzen) umgeben, um sie gegen Umwelteinflüsse und gefährliche Substanzen zu schützen.

Zu viele Seifen oder ähnliche Reinigungsmittel würden diese Schutzschicht immer wieder wegwaschen. Die Haut kann sich durch diese übertriebene Reinlichkeit nicht mehr selbst schützen. Ausschläge, Reizungen oder Hautkrankheiten sind die Folge.

Die Haut hat einen pH-Wert von 5,5, sie ist leicht sauer.

 

e) Neutralisation (Buch S. 54, 55)

1. Allgemeines

Säuren und Basen sind sehr gefährliche Stoffe! Was passiert, wenn man die beiden Stoffe mischt?

Möglichkeit a) Die Wirkungen verstärken sich, weil sowohl Säure als auch Base sehr gefährlich ist.

Möglichkeit b) Die Wirkungen neutralisieren sich, da Säuren einen pH-Wert in Richtung 0, und Basen einen pH-Wert in Richtung 14 besitzen.

Richtig ist Möglichkeit b): Man kann die Wirkung von Säuren mit Hilfe von Basen aufheben und umgekehrt. Der pH-Wert wird Richtung 7 (neutral) gehen.

 

2. Versuch

Zu Natronlauge wird Salzsäure zugegeben:

Ergebnis: Gibt man die richtige Menge Salzsäure zur Natronlauge, wird die Indikatorfärbung grün à neutral.

Dampft man die Flüssigkeit ein, bleibt Kochsalz übrig!
Aus der Säure und der Base ist Salzwasser geworden.

Natronlauge + Salzsäure à Wasser + Kochsalz
     NaOH    +     HCl          
à   H2O   +   NaCl

 

Die Reaktion zwischen einer Säure und einer Base bezeichnet man als Neutralisation!

Merke:       Neutralisation: Säure + Base ergibt Wasser + Salz

 

3. Anwendungen

2 Beispiele aus völlig verschiedenen Bereichen:

a) Sodbrennen

Hat man Sodbrennen, so ist der Magen chemisch gesehen übersäuert. Man kann die überschüssige Säure neutralisieren, indem man ein Medikament („Rennie räumt den Magen auf!“) einnimmt, das im Magen eine Base wird und damit die überschüssige Magensäure neutralisiert.
Meist entsteht dabei auch das Gas CO2, wodurch man rülpsen muss.

 

b) Saurer Regen

Saurer Regen ist Regen, der durch industrielle Abgase mit Schwefel verunreinigt ist. Durch den Schwefel wird der Regen zu Schwefelsäure.
Saure Niederschläge führen dazu, dass der Boden stark sauer wird. Manche Pflanzenarten gehen dadurch ein. Um dem entgegenzuwirken, versucht man, die Säuren im Boden zu neutralisieren. Dazu wird Kalk Ca(CO)2 und Magnesiumhydroxid Mg(OH)2 auf den Boden gestreut.

 

Übung

Formuliere die Reaktionsgleichung zwischen Magnesiumhydroxid und Schwefelsäure.

 

f) Salze

1. Allgemeines

Einige Salze kommen in der Natur vor, andere sind Produkte oder Nebenprodukte der chemischen Industrie. Kochsalz (NaCl) kann man essen, einige andere Salze sind giftig, manche sogar radioaktiv.

 

2. Herstellung

Salze entstehen bei folgenden Reaktionen:

             Säure+Base-Reaktionen (Neutralisation – siehe oben!)

             Säure + Metall

 

Versuch:             Ein Metall in einer Säure auflösen

Magnesium + Salzsäure à Wasserstoff + Magnesiumchlorid

     Mg         +   2HCl       à       H2         +         MgCl2

Ergebnis: Das Magnesium löst sich unter Bildung von Bläschen auf

 

3. Wichtige Salze (Die Namen der wichtigen Salze musst du AUSWENDIG wissen! Präge dir auch ein, von welcher Säure sie stammen!)

Siehe Buch S. 55 Übung 13 - Tabelle!!

 

Fragenkatalog für den Chemietest „Säuren, Basen, Neutralisation“

 

(Diesen Fragenkatalog kannst du unten auch als pdf herunterladen!!!)

 

Lies dir vorher im Heft (bzw. hier auf www.WolfgangSummers.Jimdo.com --> Chemie --> Säuren, ... ) das gesamte Kapitel „Säuren, Basen, …“ durch. Lies im Buch die Seiten 45 – 58!

Bearbeite dann die Fragen, die du nicht beantworten kannst!

 

a) Indikatoren

Arbeite die Fragen im Heft nochmals durch!   Was ist ein pH-Indikator?

 

b) Der pH-Wert

Arbeite die Fragen im Heft nochmals durch!   Zeichne die Skala genau (mit Farbe), beschrifte sie!

 

c) Säuren

Nenne die 3 starken Säuren und ihre Summenformeln!!!

Herstellung von Säuren: Vervollständige: Säuren bilden sich aus ...

Kennst du einen Versuch, bei dem eine Säure entsteht?

Nenne die 3 starken Säuren und ihre Summenformeln. Kennst du weitere Säuren?

Nenne einige allgemeine Eigenschaften von Säuren.

Nenne einige Einsatzgebiete von Säuren.

Beschreibe die 3 starken Säuren so genau wie möglich – siehe auch Buch S.50

(Name, Formel, Eig., Verwendung, Weiteres.   |   Herstellung NICHT)

 

d) Basen

Erklärung (Was sind Basen? wo finden wir Basen?)

Eigenschaften, allgemeine Anwendung

Herstellung: Vervollständige: Basen entstehen aus _________________________

4 wichtige Basen + Summenformel

Ordne die Begriffe den richtigen Basen zu: Ajax, Laugenstangerl, Löschkalk

Erkläre kurz, wie Basen auf den menschlichen Körper wirken, welche Gefahren entstehen können und wie man Abhilfe schaffen kann.

Was bedeutet „Säureschutzmantel der Haut“?

 

e) Neutralisation

Säuren und Basen sind sehr gefährliche Stoffe! Was passiert, wenn man die beiden Stoffe mischt?

Möglichkeit a) Die Wirkungen verstärken sich, weil sowohl Säure als auch Base sehr gefährlich ist.

               Möglichkeit b) Die Wirkungen neutralisieren sich, da Säuren einen pH-Wert in Richtung 0, und Basen
               einen pH-Wert in Richtung 14 besitzen.

Was versteht man unter einer Neutralisationsreaktion? Welchen Versuch kann man dazu zeigen?

Formuliere den Merksatz zur Neutralisation:

Nenne 2 Beispiele, bei denen Neutralisationsreaktionen auftreten?

Leichtere Übungen:

Ü1) Formuliere die Reaktionsgleichung zwischen Magnesiumhydroxid und Schwefelsäure.

Ü2) Salzsäure wird mit Natriumhydroxid neutralisiert.

Ü3) Salpetersäure reagiert mit Kaliumhydroxid.

Schwerere Übungen:

Ü4) Zu Schwefelsäure wird Löschkalk zugesetzt

Ü5) Aluminiumhydroxid wird mit Phosphorsäure neutralisiert

Ü6) Neutralisiere Calziumhydroxid mit Salzsäure

Ü7) Auf Kaliumhydroxid wird Schwefelsäure getropft

 

f) Salze

Bei welchen beiden Reaktionsarten können Salze entstehen?

Feritge mit Hilfe des Buches (S. 55 / Ü13) eine Tabelle an, bei der folgende Fragen geklärt werden: 

a) Welche wichtigen Salze kennst du (Name des Salzes)?

b) Von welcher Säure stammen sie jeweils?

c) Wie heißen die Säurereste (Anion) und wie viele Bindearme haben sie jeweils?

 

 

 

Übungen, die du im Buch noch bearbeiten solltest:   

S. 51 / Ü 7 , S. 55 / Ü 11, 12

Für schlaue Denker zusätzlich:               

S. 51 / Ü 8 ,  S. 56,57 / Ü 1 - 5

 

 

AUSWENDIG musst du können:

Die Namen und Summenformeln der drei starken Säuren.

Die Namen und Summenformeln der (drei bzw. vier) wichtigen Basen.

Die Namen der Salze (S.55/13) und von welcher Säure sie stammen.

Fragenkatalog Version 2 mit Übungen zur Neutralisation - leider noch ohne Lösungen
Fragenkatalog für den Chemietest NEU.pdf
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